
Dolby Atmos Soundbar: Die besten Modelle 2026 im Test
Flacher Fernseher, flacher Klang: Das war lange die traurige Realität im Wohnzimmer. Doch seit Dolby Atmos auch in Soundbars steckt, bekommst du dreidimensionalen Kinosound, ohne dafür das halbe Wohnzimmer mit Lautsprechern vollzustellen. Klingt verlockend? Ist es auch. Aber nicht jede Soundbar mit Atmos-Logo liefert denselben Wow-Effekt.
Manche Modelle erzeugen die Höhenebene mit echten Upfiring-Treibern, andere simulieren sie per Software. Dazu kommen große Unterschiede bei Rear-Speakern, Subwoofer, DTS:X, HDMI-Eingängen und Erweiterbarkeit. Dieser aktualisierte Vergleich ordnet acht Soundbars und Komplettsets ein, vom kompakten Einstieg bis zum 9.1.4-System.
Die Auswahl stützt sich auf die Tests von hifi.de, testberichte.de und Stiftung Warentest, auf die Bewertungen echter Käufer und auf meine eigene Einschätzung als Heimkino-Enthusiast.
Das Wichtigste in Kürze
- Bestes Komplettsystem: Samsung HW-Q935GH mit 9.1.4 Kanälen, echten Rear-Speakern und kabellosem Subwoofer.
- Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: Samsung HW-Q810GF mit 5.1.2 Kanälen, kräftigem Subwoofer und DTS:X für unter 450 Euro.
- Beste Standalone-Soundbar: Samsung HW-QS95GH mit 7.1.2 Kanälen und integriertem Bass, ganz ohne Subwoofer.
- Flexibelste Rear-Lösung: JBL Bar 1000 MK2 mit abnehmbaren Akku-Rears, die keine Steckdose hinter dem Sofa brauchen.
Was bringt Dolby Atmos in einer Soundbar wirklich?
Herkömmliche Soundbars strahlen den Klang nach vorne und bestenfalls zur Seite ab. Dolby Atmos ergänzt die Höhe. Ein Hubschrauber soll dadurch nicht nur von links nach rechts wandern, sondern hörbar über dir fliegen. Atmos arbeitet objektbasiert: Klänge werden als einzelne Objekte in einem dreidimensionalen Raum positioniert.
Das Atmos-Logo allein garantiert allerdings keinen überzeugenden 3D-Effekt. Entscheidend sind die akustische Umsetzung, die Raumgeometrie und das zugespielte Tonformat.
Upfiring-Treiber vs. virtuelles Atmos
Upfiring-Treiber: Zusätzliche Lautsprecher strahlen nach oben. Der Schall wird von der Decke reflektiert und erreicht den Hörplatz aus der Höhe. Das funktioniert bei einer ebenen Decke zwischen etwa 2,40 und 3 Metern am besten. Unsere Anleitung zur Dolby-Atmos-Lautsprecherplatzierung zeigt die passende Aufstellung.
Virtuelles Atmos: Algorithmen und psychoakustische Verfahren simulieren Höheninformationen ohne nach oben gerichtete Treiber. Das spart Platz und Geld, erreicht aber selten die Ortungsschärfe eines guten Upfiring-Systems.
Mein Rat: Wenn Dolby Atmos ein zentrales Kaufkriterium ist, nimm mindestens ein 3.1.2-System mit physischen Höhenkanälen. Für Serien, Musik und kleine Räume kann eine gute virtuelle Lösung trotzdem sinnvoller sein.
eARC, ARC und optisch: Welcher Anschluss für Atmos?

HDMI eARC überträgt neben Dolby Digital Plus auch unkomprimiertes Dolby TrueHD mit Atmos-Metadaten. Das ist für UHD-Blu-rays, lokale Dateien und hochwertige Zuspieler wichtig.
HDMI ARC reicht üblicherweise für Atmos über Dolby Digital Plus, wie es Streaming-Dienste verwenden. Toslink/optisch überträgt dagegen kein Dolby Atmos.
Achte zusätzlich darauf, ob die Soundbar eigene HDMI-Eingänge besitzt und welche Videosignale sie durchschleift. Gerade für Konsole, Gaming-PC oder UHD-Player sind 4K/120 Hz, VRR, HDR10+ und Dolby Vision relevant. Eine Alternative mit mehr Anschlüssen findest du in unserem Vergleich aktueller Dolby-Atmos-Receiver.
Die besten Dolby Atmos Soundbars 2026
Samsung HW-Q935GH: bestes Komplettsystem
Die Samsung HW-Q935GH ist für die meisten Wohnzimmer die vernünftigste Komplettlösung. Sie liefert 9.1.4 Kanäle, einen kabellosen 6,5-Zoll-Subwoofer und zwei echte Rear-Speaker mit eigenen Upfiring-Treibern. Genau diese Rear-Speaker machen den Unterschied zwischen einer breiten Frontbühne und echtem Surround aus, und den hörst du deutlicher als zwei zusätzliche Kanäle im Flaggschiff.
Dolby Atmos, DTS:X, Q-Symphony und SpaceFit Sound Pro sind an Bord. Wie bei allen Samsung-Sets gilt: Ein Teil der Funktionen spielt seine Stärke erst mit einem passenden Samsung-Fernseher aus. Jede Komponente braucht eine Steckdose, kabellos ist nur die Tonübertragung.
Stärken: Subwoofer und Rear-Speaker inklusive, vier physische Höhenkanäle, DTS:X, aktuelle 2026er Plattform.
Schwächen: vier Geräte wollen aufgestellt und mit Strom versorgt werden, volle Funktionsvielfalt nur mit Samsung-TV.
Preis: etwa 840 €.
Samsung HW-Q810GF: bestes Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Samsung HW-Q810GF ist der Tipp für alle, die echten Atmos-Klang wollen, aber weder vier Geräte aufstellen noch über 800 Euro ausgeben möchten. Elf Lautsprecher verteilen sich auf 5.1.2 Kanäle, dazu kommt ein kabelloser 6,5-Zoll-Subwoofer, der in Tests durchweg für sein Bassfundament gelobt wird.
Dolby Atmos, Dolby TrueHD und DTS:X werden unterstützt, dazu Q-Symphony, SpaceFit Sound Pro und AirPlay 2. testberichte.de fasst die Testlage mit der Note 1,5 zusammen. Rear-Speaker fehlen im Lieferumfang, lassen sich über Samsungs Funk-Sets aber nachrüsten. Der HDMI-Durchgang schafft 4K, allerdings nur mit 60 Hz.
Stärken: sehr gutes Verhältnis von Preis zu Ausstattung, kräftiger Subwoofer, DTS:X, breite Bewertungsbasis bei Käufern.
Schwächen: keine Rear-Speaker im Paket, 4K-Passthrough nur bis 60 Hz.
Preis: etwa 425 €.
Samsung HW-QS95GH: beste Standalone-Soundbar
Die Samsung HW-QS95GH ist die interessanteste Lösung für alle, die weder Subwoofer noch Rear-Speaker aufstellen wollen. In einem einzigen Gehäuse arbeiten 13 Lautsprecher: sieben Frontkanäle, vier integrierte Subwoofer mit Bass Boost und zwei nach oben abstrahlende Kanäle, dazu neun Breitbandtreiber für Dialoge und Details.
Dass der Bass ohne externen Subwoofer aus dem Gehäuse kommt, überrascht in Tests regelmäßig. Neben Dolby Atmos beherrscht die QS95GH auch DTS:X und Eclipsa Audio, und anders als die meisten All-in-One-Konkurrenten bringt sie neben HDMI eARC einen zusätzlichen HDMI-Eingang mit. testberichte.de vergibt die Note 1,5.
Stärken: voller Klang ohne Zusatzboxen, kräftiger Bass aus dem Gehäuse, DTS:X, zusätzlicher HDMI-Eingang, flexibel an der Wand oder auf dem Board.
Schwächen: kein echter Rundum-Surround ohne Rear-Speaker, weniger Tiefbass als Sets mit externem Subwoofer.
Preis: etwa 610 €.
Eine Alternative in derselben Klasse ist die Bose Smart Ultra Soundbar für rund 700 €, die vor allem bei der Dialogverständlichkeit punktet, aber kein DTS:X unterstützt.
Sony BRAVIA Theatre Bar 9: starke Solistin mit vielen Erweiterungen
Die Sony BRAVIA Theatre Bar 9 (HT-A9000) nutzt 13 Treiber in einem 7.0.2-Aufbau. 360 Spatial Sound Mapping erzeugt zusätzliche Phantomlautsprecher, während zwei Upfiring-Treiber die physische Höhenebene übernehmen. Mit über 120 Käuferbewertungen und durchweg starken Fachtests ist sie die am besten belegte Premium-Soundbar in diesem Vergleich.
Anders als in vielen älteren Vergleichstabellen angegeben, lassen sich sowohl Subwoofer als auch Rear-Speaker nachrüsten. Kompatibel sind unter anderem SA-SW3/SA-SW5 sowie SA-RS3S/SA-RS5 und die neueren BRAVIA Theatre Sub- und Rear-Modelle. Ohne Subwoofer bleibt der Tiefbass bei Actionfilmen zurückhaltender als bei Komplettsets.
Stärken: breite Klangbühne, klare Stimmen, HDMI 2.1 mit Gaming-Funktionen, DTS:X, viele Erweiterungsmöglichkeiten.
Schwächen: Subwoofer und Rears kosten extra, maximaler Funktionsumfang mit BRAVIA-TVs.
Preis: etwa 850 €.
JBL Bar 1000 MK2: abnehmbare Akku-Rears
Die JBL Bar 1000 MK2 löst das Problem, das Rear-Speaker in vielen Wohnzimmern haben: Sie brauchen keine Steckdose hinter dem Sofa. Die beiden Rear-Lautsprecher sitzen im Normalbetrieb an den Enden der Soundbar und laden dort ihren Akku. Für den Filmabend nimmst du sie ab und stellst sie hinter den Hörplatz.
Das 7.1.4-System bringt einen kabellosen Subwoofer mit, dazu MultiBeam, PureVoice, Dolby Atmos, DTS:X und einen HDMI-Eingang. Die Rears lassen sich außerdem als portable Bluetooth-Lautsprecher nutzen. Unter den Käufern hat sie mit Abstand die beste Bewertung im Testfeld.
Stärken: echte Rear-Kanäle ohne feste Stromkabel am Hörplatz, vier Höhenkanäle, druckvoller Bass, vielseitige Anschlüsse.
Schwächen: Akkus müssen geladen werden, breite Soundbar, hoher Platzbedarf.
Preis: etwa 940 €.
Sonos Beam Gen 2: kompakt und erweiterbar
Die Sonos Beam Gen 2 bleibt die naheliegende Wahl für kleine Räume. Fünf Treiber und ein schneller Prozessor erzeugen virtuelles Dolby Atmos ohne physische Upfiring-Lautsprecher. Über HDMI eARC akzeptiert die Beam auch Dolby TrueHD und Mehrkanal-PCM. Mit mehreren tausend Käuferbewertungen ist sie das am breitesten getestete Gerät in diesem Vergleich.
Stärken: kompakt, klare Dialoge, starkes Multiroom-System, später mit Sub und Surround-Speakern erweiterbar.
Schwächen: keine echten Höhenkanäle, kein DTS:X, Erweiterungen sind teuer.
Preis: etwa 450 €.
TCL Q85H Pro: viel Technik fürs Geld, gemischte Käufermeinungen
Auf dem Datenblatt ist die TCL Q85H Pro das Schnäppchen dieses Vergleichs: ein komplettes 7.1.4-System mit Soundbar, kabellosem Subwoofer und zwei Rear-Lautsprechern, vier physischen Höhenkanälen, DTS:X und zwei HDMI-2.1-Eingängen mit 4K-Passthrough bis 120 Hz. COMPUTER BILD bewertete sie mit 1,6, hifitest.de mit „sehr gut".
Die Käuferbewertungen zeichnen allerdings ein deutlich durchwachseneres Bild als die Fachtests: Bei Amazon steht sie nur bei 3,4 von 5 Sternen. Für ein Gerät mit dieser Ausstattung ist das ungewöhnlich schwach, und es ist der Grund, warum wir sie trotz des Datenblatts nicht als Preis-Leistungs-Sieger führen. Wer bereit ist, das Risiko einzugehen, bekommt für rund 560 Euro mehr Kanäle als anderswo. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt die Samsung HW-Q810GF.
Stärken: vier physische Höhenkanäle, Rears und Subwoofer inklusive, starke HDMI-Ausstattung, günstig für den Funktionsumfang.
Schwächen: schwache Käuferbewertungen, für reine Stereomusik im Raumklang-Modus wenig geeignet, kein etabliertes Ökosystem.
Preis: etwa 560 €.
LG Sound Suite H7: modular und bereit für FlexConnect
Die LG Sound Suite H7 ist seit März 2026 erhältlich und das Herzstück von LGs modularer Sound Suite. In der Soundbar arbeiten zwölf Lautsprecher mit vier integrierten Woofern und acht Passivradiatoren, angetrieben vom Alpha-11-Prozessor der dritten Generation. LG gibt die Verarbeitung als 9.1.6 Spatial Audio an, das ist eine Angabe zur Klangverarbeitung und nicht zur Zahl physisch getrennter Lautsprecherwege.
Dolby Atmos FlexConnect erkennt die Position kompatibler M5- und M7-Lautsprecher sowie des W7-Subwoofers und passt die Wiedergabe an den Raum an. Ausgebaut sind bis zu 13.1.7 Kanäle möglich. Mit der H7 als Hub funktioniert die Erweiterung auch an Fernsehern anderer Marken über HDMI eARC. DTS:X unterstützt die Soundbar derzeit nicht.
Weil das System erst wenige Monate am Markt ist, gibt es bisher kaum Käuferbewertungen, und die Fachtests fallen gemischt aus: Gelobt werden Flexibilität und Ausstattung, kritisiert wurden in Einzeltests die Stimmwiedergabe und ein auf Dauer anstrengender Klangcharakter. Als Einstieg in ein erweiterbares System bleibt sie interessant, als sichere Kaufempfehlung ist sie uns derzeit zu wenig belegt.
Stärken: flexible Lautsprecherpositionierung, starke Standalone-Ausstattung, schrittweise erweiterbar.
Schwächen: junges und kostspieliges Ökosystem, kein DTS:X, dünne Bewertungslage, Vollausbau kostet ein Vielfaches.
Preis: etwa 950 € für die H7 allein. Die Erweiterungen kosten 699 € (Subwoofer W7), 399 € (Satellit M7) und 299 € (Satellit M5).
Alle Modelle im direkten Vergleich

| Modell | Jahr / Kanäle | Höhen | Sub / Rears | DTS:X | HDMI | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Samsung HW-Q935GH | 2026 / 9.1.4 | Upfiring | beides inklusive | Ja | eARC, 4K-Passthrough | ~840 € |
| JBL Bar 1000 MK2 | 2025 / 7.1.4 | Upfiring | beides inklusive, Akku-Rears | Ja | eARC, HDMI-In | ~940 € |
| Sony Theatre Bar 9 | 2024 / 7.0.2 | Upfiring | beides optional | Ja | eARC, HDMI 2.1 | ~850 € |
| LG Sound Suite H7 | 2026 / 9.1.6 verarbeitet | Upfiring | beides optional | Nein | eARC | ~950 € |
| Bose Smart Ultra Soundbar | 2023 / All-in-One | Upfiring | beides optional | Nein | nur eARC | ~700 € |
| Samsung HW-QS95GH | 2026 / 7.1.2 All-in-One | 2× Upfiring | Bass integriert, keine Rears | Ja | eARC, HDMI-In | ~610 € |
| TCL Q85H Pro | 2025 / 7.1.4 | 4× Upfiring | beides inklusive | Ja | eARC, 2× HDMI 2.1, 4K/120 | ~560 € |
| Sonos Beam Gen 2 | 2021 / virtuell | virtuell | beides optional | Nein | nur eARC | ~450 € |
| Samsung HW-Q810GF | 2025 / 5.1.2 | Upfiring | Sub inklusive, Rears optional | Ja | eARC, 4K/60 | ~425 € |
Preise: Marktstand 18. August 2026. Tagespreise und Aktionsangebote können deutlich abweichen.
Bekannte Modelle, die derzeit schlecht lieferbar sind
Drei viel gesuchte Soundbars fehlen in diesem Vergleich bewusst, weil sie im deutschen Handel gerade nicht oder nur schwer regulär zu bekommen sind. Wir führen sie hier auf, damit du nicht vergeblich suchst.
- Samsung HW-Q995GH / HW-Q990H: das aktuelle 11.1.4-Flaggschiff und für viele Testredaktionen die neue Nummer eins. Bei den großen Händlern ist es aber nur sporadisch verfügbar, und Käuferbewertungen gibt es kaum. Wenn du es zu einem guten Preis findest, ist es eine sehr gute Wahl. Die HW-Q935GH aus diesem Vergleich ist die verfügbare Alternative eine Klasse darunter.
- Sonos Arc Ultra: klanglich weiterhin eine der besten Standalone-Soundbars und mit hunderten Käuferbewertungen bestens belegt. Über Amazon war sie zuletzt jedoch nicht regulär bestellbar. Wer sie will, sollte direkt bei Sonos oder im Fachhandel schauen.
- JBL Bar 1300 MK2: das 11.1.4-Topmodell mit Akku-Rears, von CHIP als Testsieger 2026 geführt. Neu kaum noch zu bekommen. Die kleinere Bar 1000 MK2 bietet dasselbe Konzept und ist lieferbar.
Kaufberatung: So findest du die richtige Atmos Soundbar
Raumgröße und Aufstellung
- Ebene Decke, 2,40–3,00 m: ideale Bedingungen für Upfiring-Treiber.
- Sehr hohe Decke oder Dachschräge: Reflexionskanäle verlieren an Präzision; ein System mit flexibler Kalibrierung oder echte Deckenlautsprecher sind oft besser.
- Bis 15 m²: Sonos Beam Gen 2 oder Samsung HW-Q810GF reichen meist aus.
- 15–25 m²: Samsung QS95GH, Sony Theatre Bar 9 oder LG Sound Suite H7 passen gut; ein Subwoofer lohnt sich bei Actionfilmen.
- Über 25 m²: Komplettsysteme wie Samsung Q935GH, JBL Bar 1000 MK2 oder TCL Q85H Pro spielen ihre Rear-Speaker und den Subwoofer aus.
Wie du Lautsprecher und Höhenkanäle im Raum richtig positionierst, erklärt unsere Dolby-Atmos-Aufstellungsanleitung.
Standalone, Subwoofer oder komplettes Surround-Set?
Nur Soundbar: unauffällig und schnell eingerichtet. Gut für Dialoge, Serien und Musik. Tiefbass und Effekte von hinten bleiben begrenzt.
Soundbar plus Subwoofer: für viele Wohnzimmer der beste Mittelweg. Der Sub übernimmt den Tiefbass und entlastet die Soundbar.
Soundbar plus Subwoofer und Rears: liefert die überzeugendste Surround-Wirkung. Beachte, dass „kabellos" meist nur die Audioverbindung meint, Subwoofer und Rear-Speaker brauchen in der Regel Strom.
Weitere Komplettlösungen findest du in unserem Ratgeber zu Dolby Atmos Surround-Sets.
Worauf wir bei den Empfehlungen achten
Ein starkes Datenblatt allein reicht für eine Kaufempfehlung nicht aus. Wir berücksichtigen deshalb drei Dinge: die Ergebnisse unabhängiger Fachtests, die Bewertungen echter Käufer und die tatsächliche Lieferbarkeit im deutschen Handel. Gerade bei brandneuen Modellen klaffen diese drei Punkte oft auseinander. Ein Gerät, das erst wenige Wochen am Markt ist, kann in Tests glänzen und trotzdem noch keine belastbare Rückmeldung von Käufern haben. In solchen Fällen sagen wir das dazu, statt die Neuheit automatisch nach oben zu sortieren.
Dolby Atmos FlexConnect: 2026 im Handel angekommen
Dolby Atmos FlexConnect ist 2026 nicht mehr nur eine CES-Ankündigung. LG verkauft die Sound Suite rund um die H7 Soundbar, die M5- und M7-Lautsprecher sowie den W7-Subwoofer bereits in Deutschland.
Das System erkennt die Position kompatibler Lautsprecher und berechnet daraus die passende Verteilung der Kanäle. Mit einem kompatiblen LG-Fernseher können einzelne Sound-Suite-Komponenten direkt verbunden werden, dann sind bis zu vier Komponenten auch ohne Soundbar nutzbar. Bei Fernsehern anderer Marken übernimmt die per HDMI eARC angeschlossene H7 die Rolle des Hubs.
Der Vorteil ist echte Flexibilität: Die Lautsprecher müssen nicht millimetergenau symmetrisch stehen. Der Nachteil ist das noch junge, teure Ökosystem. Ein Vollausbau kostet schnell über 3.000 €. Außerdem sollte vor dem Kauf geprüft werden, welche Kombinationen und Funktionen die aktuelle Firmware unterstützt.
Soundbar oder echtes Surround-System?
Ein gut eingerichtetes 5.1.4-System mit getrennten Lautsprechern und Deckenkanälen kann Effekte präziser platzieren als eine Soundbar. Dafür brauchst du mehr Platz, Kabel, einen AV-Receiver und Zeit für Aufstellung und Einmessung.
Für ein dediziertes Heimkino lohnt sich der Aufwand. Einen Einstieg findest du in unserem Überblick über Dolby Atmos Lautsprecher. Für ein normales Wohnzimmer ist ein gutes Soundbar-Komplettset häufig der vernünftigere Kompromiss: deutlich weniger Aufwand bei überzeugender Immersion.
Häufig gestellte Fragen zu Dolby Atmos Soundbars
Brauche ich eARC für Dolby Atmos?
Nicht zwingend. Für Atmos über Dolby Digital Plus von Streaming-Diensten reicht HDMI ARC häufig aus. Für Dolby TrueHD Atmos, Mehrkanal-PCM und die bestmögliche Qualität von UHD-Blu-rays ist eARC die sichere Wahl.
Klingt Dolby Atmos bei Musik besser?
Bei Musik, die gezielt in Dolby Atmos gemischt wurde, kann die Bühne deutlich größer und räumlicher wirken. Bei normalem Stereo hörst du dagegen nur den Upmix der Soundbar. Ob dieser besser gefällt, ist Geschmackssache.
Reicht eine günstige Atmos-Soundbar unter 300 Euro?
Unter 300 Euro wird Atmos meist rein virtuell erzeugt. Das kann die Bühne verbreitern, liefert aber selten einen klaren Höheneffekt. Echte Upfiring-Treiber mit Subwoofer beginnen im Handel bei etwa 425 Euro, und für rund 560 Euro gibt es sogar komplette Sets mit vier Höhenkanälen und Rear-Speakern.
Kann ich Rear-Speaker später nachrüsten?
Bei Sonos, Sony, Samsung und LG gibt es kompatible Erweiterungen, aber nicht jede Soundbar unterstützt jedes Rear-Set. Prüfe deshalb vor dem Kauf die exakte Modellkompatibilität. Bei Samsungs Q935GH, JBLs Bar 1000 MK2 und der TCL Q85H Pro sind die Rears bereits enthalten.
Wie viele Kanäle braucht eine gute Atmos Soundbar?
Für einen nachvollziehbaren Höheneffekt sind zwei physische Höhenkanäle ein guter Start, also beispielsweise 3.1.2 oder 5.1.2. Mehr Kanäle können die Klangkuppel schließen, sind aber kein automatischer Qualitätsbeweis. Achte darauf, ob Hersteller echte Treiber oder virtuell erzeugte Kanäle zählen. Angaben wie „9.1.6 Spatial Audio" beschreiben die Verarbeitung, nicht die Zahl getrennter Lautsprecherwege.
Brauche ich DTS:X?
Für die meisten Streaming-Dienste ist Dolby Atmos wichtiger. Wer viele Blu-rays oder lokale Medien mit DTS-HD Master Audio und DTS:X besitzt, sollte jedoch ein kompatibles Modell wählen. Samsung, JBL, Sony und TCL sind hier flexibler als Bose, Sonos und die LG H7.
Fazit: Welche Dolby Atmos Soundbar passt zu dir?
- Maximale Surround-Wirkung: Samsung HW-Q935GH.
- Meiste Ausstattung fürs Geld: Samsung HW-Q810GF.
- Beste Soundbar ohne Zusatzboxen: Samsung HW-QS95GH.
- Premium-Solistin mit DTS:X: Sony BRAVIA Theatre Bar 9.
- Flexible Akku-Rears: JBL Bar 1000 MK2.
- Kompakte Lösung für kleine Räume: Sonos Beam Gen 2.
- Modulares Zukunftssystem: LG Sound Suite H7.
Achte vor dem Kauf auf eARC, die Deckenform, die tatsächliche Zahl physischer Höhenkanäle und darauf, ob Subwoofer und Rear-Speaker enthalten oder nur optional sind. Dann bekommst du eine Soundbar, die nicht nur auf dem Datenblatt, sondern auch in deinem Wohnzimmer überzeugt.